Eibesthaler Passion – Ein Figurenspiel nach Markus
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Die Eibesthaler Passion verkündet die Geschichte von Jesus Christus und orientiert sich dabei am Evangelisten Markus, dem Patron der Pfarrkirche. Dort finden auch die Aufführungen statt. Gespielt wird mit Holzfiguren, die rund einen Meter groß sind. Eine eigens komponierte Musik für Bläser und Orgel begleitet das Spiel. Der Impuls zu dieser einzigartigen Inszenierung kommt aus zwei Traditionen: aus den klassischen Passionsspielen, die es im Weinviertler Dorf Eibesthal bereits zwischen 1898 und 1911 gab und aus den internationalen Puppentheatertagen der StadtGemeinde Mistelbach. Die Uraufführung fand 1999 statt. Seit 2000 wird jedes fünfte Jahr von der Fastenzeit bis Ostern gespielt.

 

Coronabedingte Verschiebung der Eibesthaler Passion von 2021 auf 2022

Aufgrund der Corona-Pandemie wurden zahlreiche Veranstaltungen von 2020 auf 2021 verschoben. Dadurch ergaben sich gravierende Terminüberschneidungen mit den geplanten Aufführungsterminen der Eibesthaler-Passion im Februar und März 2021. Zudem haben sich auch die verordneten Einschränkungen der letzten Monate nachteilig auf die langfristigen Vorbereitungsarbeiten ausgewirkt. Wegen des unsicheren weiteren Corona-Verlaufes ergibt sich für so ein großes Projekt, wie die Eibesthaler-Passion eines ist, für eine Durchführung zu Beginn 2021 ein hohes Veranstaltungsrisiko. Unter anderem ist auch ein Einbruch bei den Sponsor-Einnahmen in den wirtschaftlich schwierigen Zeiten zu erwarten.

Darum wurde aus den genannten Gründen eine Verschiebung der Aufführungen der Eibesthaler-Passion von 2021 in die Fastenzeit 2022 (2. März bis 16. April, jeweils Samstag und Sonntag) beschlossen.

Im Sinne einer guten Abstimmung ersucht die ARGE Eibesthaler Passion daher andere Kulturveranstalter, diese Aufführungstermine bei ihren eigenen Planungen entsprechend zu berücksichtigen.

 

Rückblick Spielsaison 2015 und Vorschau 2022

Die Spielsaison der Eibesthaler Passion mit 12 Aufführungen in der Fastenzeit 2015 war aus unserer Sicht sehr zufriedenstellend.

Entscheidend ist, dass nach den Aufführungen viele auf uns zugekommen sind und uns gesagt haben, sie seien berührt worden. Darum geht es doch letztlich bei unserem Passionsspiel: eine Berührung herzustellen zwischen Jesus aus Nazareth, dem Sohn Gottes und den Menschen im Zuschauerraum, für die wir diese Geschichte in der Form des Figurentheaters erzählen.

Die gute mediale Präsenz in Printmedien und im ORF war mit ein Grund für die erreichte Auslastung von 97 Prozent. Somit haben knapp 4000 Personen unsere  Passion gesehen.

Zählt man all jene aus dem Ort zusammen, die zum Gelingen der Eibesthaler Passion beigetragen haben, so waren das mehr als 200 Personen, also etwa ein Viertel der BewohnerInnen von Eibesthal. Das zeigt die Dimension des allgemeinen Engagements. Unmittelbar am Spiel beteiligt waren 21 FigurenspielerInnen und 15 MusikerInnen. Alle anderen waren in der Organisation, im Bühnenbau, im Verkauf, in der Besucherbetreuung, bei der Bewirtung und beim Ausschank oder bei der Feuerwehr tätig. Dazu kommen noch die externen MitarbeiterInnen der Technik und der StadtGemeinde Mistelbach.

Die heurige Spielsaison war eine Neuinszenierung, da erstmals Volkmar Funke als Regisseur tätig war. Er hat auf Basis eines komplett überarbeiteten Textes neue szenische Zugänge mit den LaienspielerInnen erarbeitet. Die schon bestehende Passionsmusik wurde mit diesen neuen Szenen abgestimmt. Gleich geblieben sind auch die Figuren und die Ausstattung, die das Herzstück unserer Darstellung sind und die Eibesthaler Passion als Figurentheater zu einer einzigartigen Spielform unter den Passionsspielen macht.

Wir spielen wieder in der Fastenzeit 2022 von 2. März bis 16. April. Solange dazu noch keine weiteren, aktuellen Neuigkeiten vorliegen, bleiben die Informationen zur Spielsaison 2015 bis auf weiteres auf dieser Homepage unverändert zum Nachlesen stehen.

Gerne weisen wir auch noch auf die Aufführungstermine der anderen österreichischen Passionsspielorte hin. Die nötigen Informationen dazu finden sich ebenfalls auf dieser Homepage unter dem Menüpunkt Passionsspielorte.

Andreas Strobl und Reinhard Gindl
für die ARGE Eibesthaler Passion

 

Eibesthaler Passion auf FacebookAuf der Facebook-Seite finden Sie weitere Impressionen.

 

Die Mitwirkenden der Eibesthaler Passion 2015

Die Mitwirkenden der Eibesthaler Passion 2015

 

 

Die Vorstellung ist aus! Der Vorhang fällt ...

Dr. Olaf BernstengelSo heißt es in der Todesnachricht von Dr. Olaf Bernstengel, der 67jährig, nach längerem Kranksein, am 27.1.2020 verstorben ist. Olaf war von 1994 bis 2011 Intendant der Mistelbacher Puppentheatertage und etwa im gleichen Zeitraum für die Eibesthaler Passion tätig. Er war von Anfang an maßgeblich an der intensiven Suche nach einer geeigneten Form für unsere Figuren-Passion beteiligt: er als Regisseur und Puppenspieler, Jana Pogorielova und Anton Dusa (+2016) als Ausstatter und ich als Textverantwortlicher, der beeindruckt war von dem Fundus an Erfahrungen, die diese großen Persönlichkeiten des Puppentheaters in die Eibesthaler Passion einbrachten.

Olaf hat mit seiner professionellen und umgänglichen Art dann auch wesentlich dazu beigetragen, dass das Figurenspiel bei uns Wurzel schlagen konnte. Unter seiner Regie spielten wir die ersten vier Spielzyklen (1999, 2000, 2005, 2010). Danach übergab er die Regie an Volkmar Funke. Er sagte, es bräuchte neue Impulse und es wäre für ihn an der Zeit, abzugeben.

Er hat Philosophie und Theaterwissenschaft studiert und war ein freischaffender Puppenspieler, der weltweit gespielt hat und für seine besonderen Verdienste um das Puppentheater eine Reihe von Auszeichnungen bekam. Und er war ein eingesessener Dresdner. Er lebte somit lange Zeit unter dem DDR-Regime und er war ohne Religionsbekenntnis. Daher holte er bei den Probenarbeiten einmal sein kleines grünes Büchlein heraus, eine Ausgabe des Neuen Testamentes, hielt es in die Höhe und forderte uns auf: „Ihr müsst das so spielen, dass ich das auch verstehe und es mich berührt.“ Dass die Eibesthaler Passion bei ihm Spuren hinterlassen hat, zeigt ein Bild, von dem mir seine Frau Sonja ein Foto geschickt hat. Er hat es im Vorjahr gemalt und darauf seine schönsten Erinnerungen verewigt. Neben vielen anderen Motiven finden sich da auch die Eibesthaler Kirche, unsere Jesus-Figur und Würstel mit Saft, seine Lieblingsspeise in unserem Wirtshaus.

Wir denken gerne an Olaf zurück. Er hat sich einen Platz in unserer Erinnerung verdient, denn er hat uns mit dem Figurenspiel etwas beigebracht, das unsere Eibesthaler Passion zu einer ganz besonderen Darstellung macht, mit der wir die Geschichte von Jesus erzählen.

Andreas Strobl

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